Schwangerschaft:

 

 

Du warst unser Wunschkind und wir haben uns riesig auf Dich
gefreut! Die Schwangerschaft verlief soweit unproblematisch. Bereits in der SSW. 12, wussten wir, dass du ein Junge wirst, dank 3 D Bilder und waren sehr froh.

 



In der SSW. 40 + 4, also 4 Tage über den errechneten
Geburtstermin, am 13.Mai 2005 kamen die Wehen.





 

Hier ein Link zum Song von den Söhnen Mannheims, Und wenn ein Lied:

http://www.youtube.com/watch?v=RtuW08ZIgvg

Geburt:



 

Es war ein Freitag der 13! 

                                                                                                                       
Eigentlich sind wir nicht abergläubisch, aber manchmal denken wir, dass es besser gewesen wäre, Fabrizio an diesem Freitag per Kaiserschnitt zu holen,
als die vielen Komplikationen während der Geburt zu haben und die Spontangeburt durch die Ärztin anzustreben!



 

Beim Betreten ins Krankenhaus um 19:15 Uhr hatte ich schon gute Wehen und der Muttermund war bereits 2 cm geöffnet. Ich wurde direkt ans CTG angeschlossen, dass sofort ein pathologisches CTG (eingeengt CTG)
nachwies. Es wurde in der Folgezeit eine CTG-Überwachung im Kreißsaal angeordnet und ich bekam noch zusätzlich einen Wehen Tropf für noch stärkere Wehen. Um 23:50 Uhr wurde die Fruchtblase geöffnet, wobei sich reichlich grün-bräunliches Fruchtwasser entleerte und das
CTG war weiterhin pathologisch. Um 0:14 Uhr war die Wehen Tätigkeit sehr stark, allerdings war das CTG weiterhin eingeengt, so dass die 1. MBU (Mikroblutuntersuchung) vorgenommen wurde. Während dieser 1. MBU trat von einer Dauer von ca. 8 Minuten
eine fetale Bradykardie (Herzfrequenz von Fabrizio die bei einem Säugling bei 140 liegt ist drastisch gefallen auf unter 60) auf. Die Wehen Hemmung wurde durch den Tropf vorgenommen und eine halbe Stunde später wurde nochmals eine weitere MBU bei pathologischem CTG vorgenommen. 
Um 3:10 Uhr war noch immer kein Geburtsfortschritt vorhanden, so dass die 3. MBU erfolgte. Um 3:50 Uhr waren die Schmerzen so stark, dass mir ein Anästhesist eine PDA legte. Um 6:25 Uhr war der Muttermund auf 5 cm geöffnet und es bestand weiterhin ein pathologisches CTG. Um 6.45 Uhr wurde uns mitgeteilt, dass wir noch eine Stunde abwarten sollten, um zu sehen, ob ein deutlicher
Geburtsfortschritt stattfindet. Andernfalls sollte um 8:00 Uhr ein Kaiserschnitt stattfinden. Ich wurde um 8:00 Uhr in den OP-Saal geschoben und Fabrizio wurde am Samstag den 14. Mai 2005 per Kaiserschnitt geboren.

 

Fabrizio wog 3150 g und war 52 cm lang, sein Kopfumfang maß 35 cm.

Beim Neugeborenen Screening ergaben sich keine Besonderheiten. Er sollte ein gesunder Junge sein!

Aufgrund des grün-bräunlichem Fruchtwasser und ein leichtes Zittern, kam Fabrizio noch am Abend zur Überwachung in die Uniklinik. Er bekam Antibiose
und wurde am 19.Mai 2005 aus der Klinik nach Hause als gesund entlassen. Er war so lt. Arztbericht, klinisch völlig unauffällig. Bei der Entlassung wussten wir
noch nicht, was auf uns zukommt. Dass Fabrizio einmal Behindert wird, wusste da noch keiner…

Zu Hause in den darauffolgenden Wochen, hatte ich bei meinem
Sohn Auffälligkeiten entdeckt. Sein Moro-Reflex war extrem ausgeprägt, er war sehr
Schreckhaftig und wollte einfach nicht schlafen, hatte eine starke
Überstreckungstendenz mit tonischer Anspannung der Extremitäten bei vermehrtem
Fausten der linken Hand in Beugestellung des linken Arms und ein schrilles
Schreien.   Die Odyssee bei verschiedenen Kinderärzten und
Krankenhäusern begann und ich wusste immer mehr, dass ich um meinen Jungen
kämpfen musste.

Fabrizio mit seiner treuen Gefährtin Angie
Fabrizio im Alter von ca. 6 Wochen